Benjamin Porps

Theater- und Medienpädagoge

Löwenstarke Projekte

Die hessische Landesregierung hat mit dem Programm "Löwenstark" Mittel zur Verfügung gestellt, die Schulen abrufen können um "Kinder und Jugendlichen ganzheitlich in den Blick zu nehmen und ihnen Freude am eigenen Lernerfolg, Zuversicht, Selbstvertrauen und Optimismus zu schenken."
Kulturelle Bildung ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt. Sowohl im Bereich des sozialen Lernens als auch in Verknüpfung mit dem Fachunterricht.

Im Folgenden habe ich ein paar Möglichkeiten zusammengestellt, wie ich meine Expertise in den Bereichen Theater, Tanz und Medienbildung auch an Ihrer Schule einbringen kann. Nehmen Sie bei Interesse oder Fragen gerne Kontakt mit mir auf.

Theater als soziale Bildung

Kulturelle Projekte mit einem gemeinsamen Ziel unterstützen gruppendynamische Prozesse und vermitteln Kindern und Jugendlichen wichtige soziale Kompetenzen. Gerade in der aktuellen Zeit, in der Mitschüler*innen durch Lockdown, Wechselunterricht und Abstandhalten nur eingeschränkt miteinander sozial interagieren konnten, kann ein gemeinsames Vorhaben dabei unterstützen, die Klassen- oder Schulgemeinschaft zu stärken.
Mögliche Formate reichen von eintägigen Workshops in einer Lerngruppe bis zu einer gemeinsamen Inszenierung mit der ganzen Schule.
Die folgenden Formate stellen Beispiele dar. Jedes meiner Projekte ist individuell und orientiert sich an den jeweiligen Rahmenbedingungen, Wünschen und Bedürfnissen der Einrichtung und der Teilnehmer*innen.

Eintägiger Workshop "Zusammenspiel"

Die Schüler*innen einer Lerngruppe setzen sich künstlerisch damit auseinander, was sie als Gruppe eint und als Individuen ausmacht.
Nach dem Credo "Kongruenz von Form und Inhalt" ermöglichen die eingesetzten theaterpädagogischen Methoden und Darstellungsformen eine Sensibilisierung für die Intentionen, Wünsche und Bedürfnisse der anderen und der Gruppe als ganzes.

Wochenprojekt Klassentheater

Eine Klasse entwickelt gemeinsam ein Theaterstück, dass zum Abschluss der Woche präsentiert wird. Sowohl die Ausrichtung auf ein gemeinschaftlich zu erreichendes Ziel als auch die theaterpädagogischen und künstlerischen Methoden fördern gruppendynamische Prozesse und das Zusammenwachsen der Klasse als Team.

Inszenierungsprojekt "Alles muss raus"

Alle Schüler*innen einer Schule erarbeiten ein gemeinsames Stück. Jede Klasse trägt eine Szene bei, so dass unter Coronabedingungen keine Durchmischung der Lerngruppen stattfindet. Die gemeinsame Aufführung findet unter freiem Himmel, auf dem Schulhof, dem Sportplatz oder im Park statt, so dass auch hier Hygienestandards eingehalten werden können.

Workshop "In kurzer Zeit auf kleinem Raum alles bewegen"

(Vor allem für Grundschulen)
Nicht nur unter Coronabedingungen kommt Bewegung im Schulalltag oftmals zu kurz. Dabei gehen körperliche und geistige Aktivität Hand in Hand.
Ausgehend von Erkenntnissen der Bewegungsanalyse entwickle ich mit den Kindern gemeinsam kurze Spiele und Übungen, die sich leicht in den Schulalltag integrieren lassen und durch die Aktivierung verschiedener Körperorganisationsmuster die Konzentration und Lernfähigkeit fördern.

Kreativ im Fachunterricht

Methoden der Theaterpädagogik und anderer kunst- und kulturpädagogischer Richtungen können den Fachunterricht nicht nur kreativ bereichern, sondern zu einem tieferen Verständnis der jeweiligen Inhalte, Konzepte und Methoden führen.

Darstellendes Spiel

Als Theaterpädagoge mit vielfältiger Erfahrung und diversen Zusatzqualifikationen (siehe auch "über mich") kann ich den DS-Unterricht oder Ihre Schultheaterproduktion mit fachlichem Input und Workshops zu speziellen Themen und Schwerpunkten bereichern. Beispielsweise:
  • Digitale Methoden für Zusammenarbeit und Inszenierung
  • Tanztheater
  • Bewegungschor
  • Körper- und bewegungsorientierte Figurenarbeit
  • Ortsspezifisches Inszenieren
In Zusammenarbeit mit Spielort e.V. biete ich den folgenden Workshop an:

mein Ort - dein Ort: Spielort öffentlicher Raum

Ortsspezifisches Theater ermöglicht sowohl den Spieler*innen als auch dem Publikum, die eigene Wahrnehmung der Lebensumwelt zu verändern, Orte mit neuen Blicken zu sehen und Verborgenes zu entdecken. Es kann aber auch gesellschaftliche und politische Fragen aufwerfen, Missstände aufdecken und Entwicklungspotenziale aufzeigen. In einem etwa 14 UE umfassenden Workshop setzen sich die SuS mit Mitteln der darstellenden Kunst mit ihrer Umgebung auseinander. Passend zum Thema des SDL 2022 wird auch die Brücke geschlagen, unterschiedliche Orte künstlerisch miteinander zu verbinden.

Mathematik

Viele Schüler*innen haben Schwierigkeiten mit den Konzepten und Methoden der Mathematik. Theaterpädagogische, erlebnis- und handlungsorientierte Herangehensweisen ermöglichen es, sich ihnen mit einer anderen Perspektive anzunähern. Tanz- und bewegunspädagogische Zugänge machen Mathematik körperlich erfahrbar. Ansätze zur medialen Umsetzung mathematischer Inhalte (z.B. in Trickfilmen, Videoreportagen oder Hörspielen) ermöglichen ein tieferes Durchdringen des Gelernten.
Durch das Studium der Mathematik (1. Staatsexamen für LA an Gymnasien) bin ich mit den Fachinhalten bestens vertraut.

Deutsch

Theater- und medienpädagogische Ansätze bieten sich im Deutschunterricht unter anderem an, um Literatur ganzheitlich und multiperspektivisch zu erschließen. Zu den Methoden, die ich anbiete gehört beispielsweise
  • Szenische Interpretation
  • Inszenierung dramatischer, lyrischer, epischer Texte
  • Hörspielproduktion
  • Videoproduktion
  • Fotogeschichten

Deutsch als Zweitsprache

Szenisches Spiel, Bewegung, Alltagsdialoge, Standbilder und Choreographien helfen beim Spracherwerb. Grammatik wird theatralisiert, Präpositionen getanzt und Personalpronomina entwickeln Eigenleben … Das Ziel von Theater im DaZ-Unterricht ist es, die jungen Migrant*innen durch einen spielerischen Zugang beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen.
Siehe auch Fortbildung "Spielend Deutsch lernen".

Geschichte/Politik/Wirtschaft

Inhalte der gesellschaftskundlichen Fächer lassen sich durch kulturpädagogische Zugänge erschließen, vertiefen und festigen. Sei es durch das Inszenieren historischer Ereignisse, das Produzieren einer Reportage über politische Konzepte oder die choreographische Umsetzung wirtschaftlicher Zusammenhänge.

digitale Formate

Kulturelle Bildung ist auch unter erschwerten Bedingungen in Pandemiezeiten möglich. Einen Überblick über verschiedene Angebote, die sich auch mit Einschränkungen bis hin zum Lockdown umsetzen lassen habe ich auf der Seite Theater auf Entfernung zusammengestellt.

Fortbildung

Über "Löwenstark" lassen sich auch Qualifizierungen des Kollegiums finanzieren. So lassen sich beispielsweise auch kulturpädagogische Projekte mit den Schüler*innen mit einer passenden Fortbildung der beteiligten Lehrkräfte und Pädagog*innen verbinden. Siehe auch unter Fortbildungen.

Umsetzungsbeispiele/Referenzen

  • Tanztheater "die vier Jahreszeiten" - Inszenierung mit 10 Grundschulklassen; Herkulesschule Kassel
  • Klassentheater; 5 Projekte an der Kleeblattschule Frielendorf-Obergrenzebach/Schwalmstadt-Niedergrenzebach
  • Inszenieren im digitalen Raum; Workshopreihe; Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule Homberg (Efze)
  • "In kurzer Zeit auf kleinem Raum alles bewegen"; mehrere Workshops an Kasseler Grundschulen (im Rahmen von Theater für alle)